Stakeholder profitieren von Restrukturierungen nach dem International Turnaround Management Standard

Die Gesellschaft für Restrukturierungsmanagement, die Turnaround Management Society, hat ihr ambitioniertes Projekt, einen Standard für Unternehemensrestrukturierungen zu entwickeln, beendet. Das Projekt wurde vor drei Jahren unter der Führung von Direktor der Gesellschaft und Haupt Projektleiter Dr. Christoph Lymersky ins Leben gerufen.

Das Turnaround Management ist wohl die kompliziertesten Sanierungsmethode zur Restrukturierung eines Unternehmens. Dieses Sanierungsmanagement ist bei Managern aus aller Welt genauso geliebt wie gefürchtet, denn das Risiko des Scheiterns ist hier besonders groß. Dr. Christoph Lymbersky von der Turnaround Management Society erklärt in einer kürzlich veröffentlichen Studie woran die meisten Unternehmen scheitern, und wie es zu diesem Scheitern kommen konnte.

Zu häufig zu spät

Viele Unternehmen begreifen den Turnaround völlig falsch als Krisenmanagement im Sanierungsprozess. Dabei ist diese Methode nicht nur ein System zur Unternehmenssanierung, sondern auch eines der erfolgreichsten Systeme im Restrukturierungsmanagement. Wenn es richtig angewandt wird ist die Unternehmensrestrukturierung so erfolgreich und kostengünstig wie in keinem anderen Fall und ermöglicht garantierte Erfolge.

Ziel der Restrukturierungsmethode ist es, im laufenden Restrukturierungsprozess die laufenden Prozesse schnell und erfolgreich zu verbessern und entsprechend der individuellen Zielvorgaben zu verändern. Grundsätzlich gilt hier: je früher der Restrukturierungsprozess einsetzt, umso weniger Krisenmanagement muss im Sanierungsmanagement geleistet werden. Der erste Fehler vieler Unternehmen liegt genau hier, denn viele Probleme und Problemchen, die zu großen Problemen werden, werden zu spät erkannt und in Angriff genommen. Häufige Ursachen hierfür sind im Gedankengut der führenden Organe zu finden. Häufig wird hier alles lieber so belassen wie es schon früher war, denn Änderungen sind bekanntlich mit einem Risiko verbunden und sind unter Umständen auch eine Gefahr für die eigene Position. Auch betreffen Änderungen häufig die interne Bürokratie und die üblichen Geschäftsabläufe die im Krisenmanagement meist als erste unter die Lupe genommen werden. Auch die Kommunikation mit Außenstehenden, wie Geschäftspartnern und Anlegern erweist sich häufig als Problematisch da hier in schneller Abfolge auf sich verändernde Situationen eingegangen werden muss. Nicht immer eine leichte Aufgabe und für viele Unternehmer ein Risiko das sie nicht eingehen möchten.

Ist das Turnaround Management aber einmal installiert und wird das Restrukturierungsmanagement konsequent durchgeführt und verbessert, so ist es häufig die Kommunikation, die eine erfolgreiche Unternehmenssanierung und Restrukturierung verhindert. Dabei sind es wieder hauptsächlich die Führungsebenen die von der Problematik betroffen sind, denn sie geben die wegweisenden Anweisungen und entwickeln die passenden Strategien. Häufig ist es auch hier der fehlende Wille zur Veränderung, noch häufiger aber mangelndes Fachwissen, welches die Restrukturierungsmethode letztendlich scheitern lässt. Erfahrungsgemäß sind es aber erstaunlicherweise gerade große Unternehmen, die einen Turnaround erfolgreich durchführen können. Hier ist es vor allem der Druck der Anleger, der das obere Management zum erfolgreichen arbeiten bewegt.

Mangelhafte und fehlende Strategien, sowie ein Fehlen von Visionen und eine Willenlosigkeit den Anforderungen eines modernen und sich verändernden Marktes flexibel zu begegnen sind die größten Probleme bei einer Unternehmensrestrukturierung. Das sind alles interne Probleme, welche nur innerhalb des Unternehmens erkannt und gelöst werden können. Weit weniger problematisch sind externe Faktoren, oder fehlende liquide Mittel. Im Gegenteil, sie werden häufig als Herausforderung begriffen, denen im Rahmen der Restrukturierung begegnet werden muss.